Auf dem Friedhof höre ich Kinderlachen.
Der Schuppen mit den Spielsachen grenzt an die Kapelle
in der seit Jahren nichts ist als Beerdigungen.
Eine einzele alte Dame bleibt vor zu vielen Gräbern sich erinnernd stehn.
Die Kinder winken ihr zu sie wendet sich ab
aber lächelt.
Ich lausche meinen eigenen Schritten
es ist Herbst
alles ist voller Laub
für einen Moment übertönt ein Flugzeug das Rascheln
dann wieder Stille
nur Kinderlachen und Wind.
Die alte Dame ist gegangen
erschöpft vom ständigen an früher denken.
Ich schiebe völlig versunken die Blätter von einer Bank und setzte mich.
Ein Wind kommt auf
ich zittere
zwar scheint die Sonne mir Warm ins Gesicht
doch es bleibt Herbst.
Wie gern würde ich dieser Trauer entfliehen
wie gern jedoch den Moment halten.
Die Grabsteine vor mir sind neu.
Ein Mädchen läuft an mir vorbei
sie ruft ihrer Mutter zu dass die Blätter schon alle verwelkt sind.
Bald sind auch sie vorrüber.
Auch mich zieht es hier fort.
Weg von den bunten Blättern!
Weg vom Kinderlachen!
Weg von diesem Friedhof!
Weg!
Noch ein Blick zu den ewigen Lichtern
noch ein Gruß
möget ihr Frieden haben!
Dann weg
zurück auf die Straße
zurück zum Asphalt.
Halb wahr halb meinem Kopf entschlüpft das Gefühl ist bis jetzt da.
Noch ein Zitat für den letzten absatz: ....sind die Straßen gebaut aus Liebe, Dreck und Gewalt. Und hier und da und dort und wo auch immer hat irgendwo ein Problem im siebten Stock ein Zimmer und am Morgen prallt viel Gefühl auf viel Asphalt.
Hope
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen