Dienstag, 30. Oktober 2012

Musik

Ein Flügel,
schwarz, glänzend.
Ein Flügel,
schwarz, spiegelnd.
Ein Flügel,
eine Seite,
ein Ton.
Ein Gedanke der Freiheit schafft.
Ein Gedanke der Freiheit ist.
Ein Flügel,
mit Rollen.
Ein Flügel,
doch er wird versenkt.
Ein Flügel,
eine Versenkung,
Leere.
Ein Gedanke der verschwindet.
Ein Gedanke der mit dem Ton
in der Leere versinkt.
Der Flügel ist von der Bühne verschwunden,
aber darunter steht er wartend,
darauf das er hochgefahren wird.
Darauf das der Gedanke erneut den Tasten entspringen darf.

Montag, 22. Oktober 2012

Kinderlachen und Wind

Auf dem Friedhof höre ich Kinderlachen.
Der Schuppen mit den Spielsachen grenzt an die Kapelle
in der seit Jahren nichts ist als Beerdigungen.
Eine einzele alte Dame bleibt vor zu vielen Gräbern sich erinnernd stehn.
Die Kinder winken ihr zu sie wendet sich ab 
aber lächelt.
Ich lausche meinen eigenen Schritten
es ist Herbst
alles ist voller Laub
für einen Moment übertönt ein Flugzeug das Rascheln
dann wieder Stille
nur Kinderlachen und Wind.
Die alte Dame ist gegangen
erschöpft vom ständigen an früher denken.
Ich schiebe völlig versunken die Blätter von einer Bank und setzte mich.
Ein Wind kommt auf
ich zittere
zwar scheint die Sonne mir Warm ins Gesicht
doch es bleibt Herbst.
Wie gern würde ich dieser Trauer entfliehen
wie gern jedoch den Moment halten.
Die Grabsteine vor mir sind neu.
Ein Mädchen läuft an mir vorbei
sie ruft ihrer Mutter zu dass die Blätter schon alle verwelkt sind.
Bald sind auch sie vorrüber.
Auch mich zieht es hier fort.
Weg von den bunten Blättern!
Weg vom Kinderlachen!
Weg von diesem Friedhof!
Weg!
Noch ein Blick zu den ewigen Lichtern
noch ein Gruß
möget ihr Frieden haben!
Dann weg
zurück auf die Straße
zurück zum Asphalt.

Halb  wahr halb meinem Kopf entschlüpft  das Gefühl  ist bis jetzt da. 
Noch ein Zitat für den letzten absatz: ....sind die Straßen gebaut aus Liebe, Dreck und Gewalt. Und hier und da und dort und wo auch immer hat irgendwo ein Problem im siebten Stock ein Zimmer und am Morgen prallt viel Gefühl auf viel Asphalt.
Hope 

Dienstag, 16. Oktober 2012

Die Schönheit hinter dem Einband

Wunderschön und unberührt,
so steht das weiße Buch
in seinem geheimen Versteck.
Leer, aber zu schön,
um es mit plumper Hand zu füllen.

Doch die Neugier, auf das
was darin stehen könnte, überwiegt.
Vorsichtig, nehmen die sanften Hände es heraus,
schlagen es auf.

Die Nase geniest den Geruch,
des leeren Papiers.

Ein Wort, ein weiteres,
es bleibt wunderschön, keine Hässlichkeit,
in den Worten, die langsam die Blätter füllen.

Aber die Schönheit gerät vergessen,
das Weiß wird nach und nach verschmutzt,
weit weg von dem sicheren Versteck.
Die sanften Hände werden unvorsichtig.

Nun liegt die Schönheit allein
in den füllenden Worten

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Präsentation hinterm Zaun

Eine Schleife, doch öffne ich sie,
kein Geschenk, keine Offenheit.
Ein angewinkeltes Bein,
Unsicherheit, 
keine Möglichkeit zu Gleichgewicht zu verhelfen.
Ein schritt nach vorne, 
doch er ist fallend,
gebückt und laut,
nur angreifend auf mich zu.
Ein lachender Mund,
doch nur als Bild auf dem Pulli,
kein Lächeln im echten Gesicht.
Eine Lehne,
gemütlich und weich,
doch die Bequemlichkeit schafft Distanz,
schafft leeren Raum zwischen Menschen.
Eine Schönheit neben der anderen, 
doch nur weil alle anderen verstoßen sind.
Die Welt dreht sich,
dreht sich weiter,
was wenn ihr schwindelig wird?

Wie es wäre wie es ist

Wenn ich, des Nachts; spazieren geh
und dann verträumt zum Himmel seh,
dann sehe ich Gerechtigkeit,
denn das zeigen mir Sterne.

Wenn sich die Buchstaben fügen,
werden wenige Worte genügen,
um jeden Gedanken zu zeigen
und kein Gefühl mehr totzuschweigen.

Wenn meine Hand in deiner liegt,
sich das kleine Kind sanft an mich schmiegt
und wenn ich dann wieder spazieren geh,
die Menschen auf der Straße seh,
dann, langsam, begreife ich,
dass wenn es so wäre wie es ist,
ein jeder die Einmaligkeit vergisst.




Es tut mir leid das ich so lang nicht gepostet habe, doch unkreative Phasen und Inspierationslosigkeit sind einfach äusserst unangenehme aber klammernde Gefährten.
Hope!